Am Dienstag, dem 24.02.2026, war es wieder soweit. Die NAOB-Trucker, unsere Berufskraftfahrer-Auszubildenden der Mittelstufe hatten eine neue Episode des Praxistages aufgelegt. Ganze 10 Jahre nachdem Kuno Betonpumpen das Event bereits auf ihrem Gelände unterstützt hatte, durfte sich die Auszubildenden wieder einen Tag lang an den unterschiedlichsten LKW und deren Aufbauten austoben, zeigen was sie können und dazulernen. So waren neben Betonpumpen ein Ü-Wagen, ein 4-Achskipper mit Thermomulde, ein Kühl-Sattelkraftfahrzeug, ein Kraftomnibus, ein Absetzer, ein Abroller, ein Zugmaschinenzug mit einem Bagger, ein Lkw-Zug mit Durchlade-Kofferaufbau bis zu Schneeräumfahrzeugen vor Ort.

Der BKF-Praxistag ist eine Art Prüfungs-Simulation, bei der die Auszubildenden des Bildungsganges Berufskraftfahrer:innen uns selbst an verschiedenen Stationen gegenseitig praktisch abprüfen. Der alljährliche Paxistag der BKF-Mittelstufe des Nicolaus-August-Otto-Berufskollegs (NAOB) fand in Köln-Rodenkirchen statt.

Insgesamt hatten die Auszubildenden neun Stationen aufgebaut. Jeder Schüler hatte eine Station ausgearbeitet, an der er an dem Tag hälftig als Spezialist in die Prüferrolle schlüpfen durfte und seine Kollegen auf Herz und Nieren prüfen durfte. An dem anderen Teil des Tages wurde er dann an den anderen Stationen von seinen Kollegen geprüft. Jede Station wurde dabei von einem erfahrenen Prüfer unterstützt.

Ein Fahrzeug wurde mit Fehlern präpariert, so dass alle ihre Fähigkeiten der Fehlersuche unter Beweis stellen konnte, die sie im Rahmen einer Abfahrtkontrolle als erfahrener Berufskraftfahrer erkennen sollten.

Vorführungen brachten allen noch die Besonderheiten einer Betonpumpe oder von alternativen Antrieben wie einer Sattelzugmaschine einem Gasmotor (CGN) näher. Eine Gruppe demonstrierte nochmals alle wichtigen Punkte beim An- und Abkuppeln, wie sie auch laut Berufsgenossenschaft vorgeschrieben ist.

Zum Glück spielte das Wetter gerade somit. Zwischendurch hatte Kuno Betonpumpen noch unter Pavillion Getränke bereitgestellt.

Wir danken insbesondere bei Kuno Betonpumpen, dass wir ihr Gelände nochmals in Beschlag nehmen durften, bei allen teilnehmenden Unternehmen, die Ihre Fahrzeuge und Mitarbeiter für dieses Event zur Verfügung und freigestellt hatten. Besten Dank auch für alle unterstützenden Personen, Prüfern und Lehrern für diesen gelungenen Tag!

O-Ton:

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BKF-Praxistag

Gegen 7:30 Uhr traf ich mit meinen Kollegen von der WUPSI auf dem Gelände ein, die nahmen mich freundlicherweise mit. Nachdem wir den Bus abgestellt und geparkt hatten, konnten wir uns erstmal umsehen, wir schauten uns, neugierig wie wir sind, erstmal etwas um und begrüßten die schon anwesenden Lehrkräfte und anderen Schüler. Im Verlauf trudelten nach und nach die restlichen Schüler ein, die vereinzelt auch LKWs mitbrachten, um an diesem Tag eine möglichst große Vielfalt zu zeigen. Gegen 8:30 Uhr waren nun endlich alle LKWs und Schüler anwesend, so konnte der Tag endlich richtig beginnen. Wir starteten mit einer kurzen Begrüßung aller Anwesenden und der Erklärung, wie der Tag im Groben verlaufen wird.

In den Schulstunden zuvor hatten wir die einzelnen Stationen bereits zugewiesen bekommen und auch erarbeitet. Ziel war es einen Prüfbogen zu entwerfen, Informationen zu sammeln und diese dann in die Station mit einzubauen. Die Stationen waren so aufgebaut, dass die Mitschüler die Möglichkeit hatten, an den Stationen das jeweilige Thema prüfungsnah zu üben, um so ein laues Gefühl zu bekommen, wie eine Zwischenprüfung oder sogar die Abschlussprüfung aussehen könnte.

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BKF-Praxistag

Nach der Begrüßung bekamen wir erst einmal Zeit, uns mit dem jeweiligen Fahrzeug vertraut zu machen und die wichtigsten Informationen aus der Bedienungsanleitung und dem Fahrzeugschein zu schreiben. Dafür bekamen wir ein Formular zum Ausfüllen. Anschließend bereiteten wir die Station vor und gingen die Station einmal so durch, wie wir diese gestaltet hatten. Wir klärten letzte Unklarheiten und fühlten uns nun bereit für den Tag. In diesem Moment erinnerte ich mich, dass wir nach der Hälfte der Zeit wechselten und dann den Spieß umdrehten und selbst zum „Prüfling“ werden. Das konnte ich aber schnell verdrängen und ich konzentrierte mich wieder auf die Aufgabe, die wir hatten. Wir mussten auch nicht lange warten, da kamen die ersten, die Station hinter sich zu bringen. Gegen 12:00 Uhr machten wir nach einer gefühlten Ewigkeit endlich Pause. Nun bereiteten wir uns auf die Gegenseite gedanklich vor.

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BKF-Praxistag

In diesem Zusammenhang möchten wir uns bei allen Firmen bedanken, die sowohl Fahrzeuge als auch zum Teil Ausbilder stellten, um den Tag so zu ermöglichen.

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BKF-Praxistag

Technische Betriebe Leverkusen:

Station 2: Dämpfung und Federung

Das Fahrzeug MAN TGS Absetzkipper hatte einige besondere Merkmale an der Federung sowie an der Dämpfung, die Besonderheiten der Federung waren bspw., dass die hintere Achse luftgefedert war und die vordere Achse eine Blattfederung hatte. Deshalb war dieses Fahrzeug optimal geeignet für unsere Station, da wir die Prüflinge auch testen konnten, ob sie den Unterschied erkennen. Hauptmerkmale waren an der Hinterachse bspw. die Luftbalge, womit man die Achse hoch und runter pumpen konnte. An der vorderen Achse war die Blattfederung ein erhebliches Merkmal, die aus Federblättern, Federherz, Federaugen und Federbolzen bestand. Außerdem war jede Achse mit einem Stoßdämpfer versehen, der für die Dämpfkraft sorgt, Widerstand aufbaut sowie gegen Ein- und Ausfedern hilft. Die hintere luftgeferdete Achse war hauptsächlich durch die vier Federbälge zu erkennen, und konnte mit einer Fernbedienung durch das Druckluftsystem gesteuert werden. Mittlerweile sind die meisten Fahrzeuge komplett mit einer Luftfederung ausgestattet, da diese anpassbar ist und auch besser und bequemer federt. Die Blattfedern sind bei alten LKW noch vorhanden, deshalb war es super, den Unterschied auch mal in der Praxis zu sehen. Die Blattfedern sind auch wartungsärmer und nicht so kostenintensiv, sie stellen jedoch eine erhebliche Belastung für Fahrer und Fahrzeug dar.

Ablauf der Prüfungsvorbereitung

Im Vorfeld haben alle Azubis zu ihrer Station einen Prüfbogen erstellt, um ein geregelten Ablauf der Prüfung zu haben. Am Prüfungstag wurden die Azubis durch uns selbst geprüft. Durch gezielte Fragen konnten wir als Prüfer auch Hilfestellung geben, jedoch war es von Vorteil, wenn der Prüfling selbst direkt etwas zum Thema Federung und Dämpfung erzählen konnte und evtl. auch direkt den Unterschied zwischen der vorderen und hinteren Achse festgestellt hatte.

Prüfungsablauf

  • Start hinten am Fahrzeug, um zu fragen, wie man erkennen kann, ob ein Defekt vorhanden ist.
  • weiter zur Hinterachse, damit der Prüfling erklären kann, welche Federung und Dämpfung vorhanden ist.
  • dann zur vorderen Achse, um zu schauen, ob der Azubi auch den Unterschied zur Blattfeder erkennen kann
  • im Anschluss noch gezielte Fragen zu Fachbegriffen und Funktionsweisen der Federung und Dämpfung
  • Als letztes die Punkte im Prüfbogen eintragen; die Prüflinge haben noch Hinweise bekommen, was sie verbessern können und welche Fachbegriffe sie noch lernen sollten

Station 3: Beleuchtung, Sicht, Spiegel

Bereitstellung des LKW: EDEKA

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BKF-Praxistag
Fahrzeuginformationen
  • Scania G480
  • Sattelkraftfahrzeug
  • Zwei-Achs-Sattelzugmaschine
  • Zwei-Achs-Sattelanhänger
  • Antrieb: CNG (Erdgas)
  • Anhänger: Kühltransport
  • 18t Nutzlast
  • Automatisiertes Schaltgetriebe
  • ca. 12,5 L Hubraum
  • 480 PS
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BKF-Praxistag

Bericht Ziel der Station war, sich als eingesetzte Prüfer und Prüferinnen mit dem Thema Beleuchtung, Spiegel, Sicht (Scheiben, Scheibenwaschanlage) möglichst tief auseinander zu setzen, um das Thema in der Zwischenprüfung zu beherrschen. Es wurden Prüflisten erstellt, anhand derer man die Auszubildenen abprüfen kann zu dem Thema, welche vorgeschriebene Beleuchtung am Fahrzeug angebracht sein muss laut Gesetz. Oder wie viele Spiegel. Darüber hinaus gehören zu allen Themen Kontrolle, Wartung, Reinigung und bei Fehlererkennung eine Ahnung, welche Maßnahmen man ergreifen muss. Also zum einen das Pflichtwissen aller Berufskraftfahrer:innen bei einer Abfahrtkontrolle und zum anderen noch allgemeine Fachbegriffe und Fachwissen zu den Themen.

Station 8: Lenkung und Verbindungseinrichtungen

Bereitstellung des LKW + Anhänger: Deutsche Post

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BKF-Praxistag
Fahrzeuginformationen:

Triebwagen

  • MAN TGL 12.250 (12t) neueste Generation
  • Kofferaufbau mit elektrischer Hebebühne
  • Maulkupplung als Verbindungseinrichtung

Anhänger

  • Kofferaufbau mit Tür
  • Durchlader
  • Luftverbindungseinrichtung Rot \& Gelb getrennt (kein Duomatic System)
  • Drehschmel
  • Besonderheit: Längenverstellbare Deichsel

Bericht

Als erstes sind wir mit den Prüflingen das Thema Lenkung durchgegangen. Es ging um die Sichtprüfung, Wartung und Pflege.

Wir wollten von den Prüflingen wissen, welche Komponenten der Lenkung man als BKF per Sicht kontrollieren kann + was man selbst machen kann, um sicherzugehen, dass die Lenkung einwandfrei funktioniert + wie man sich verhält, wenn man feststellt, dass etwas mit dem Lenksystem nicht einwandfrei funktioniert. Zusätzlich haben wir noch abgefragt, ob die Prüflinge die Bauteile des Lenksystems kennen (Lenkrad, Lenkstange, Lenkzylinder etc.). Dadurch, dass viele Unternehmen das Kippen des Führerhauses untersagen, sowie wir die Prüflinge auch nicht mit dem LKW anfahren gelassen haben, konnten wir natürlich nicht alles bei diesem Thema kontrollieren.

Weiter ging es hinten mit dem Thema Verbindungseinrichtung zwischen Triebwagen und Anhänger. Hier wollten wir wissen, worauf man beim Verbinden des Anhängers achten muss, wie man die Schläuche korrekt anschließt und wie man den Anhänger - beim An- oder Abkuppeln - richtig sichert. Wie auch oben beschrieben, konnten wir nach dem ankuppeln auch keine Bremsprobe machen (wäre auch sehr unwirtschaftlich bei dieser Häufigkeit). Es war uns wichtig, dass darauf geachtet wurde, dass zwischen Fangmaul und Zugöse keine Beschädigungen oder große Verschmutzungen vorzufinden waren, sowie die Kabel keine äußerlichen Beschädigungen aufweisen und die Anschlüsse frei von Schmutz sind. Wir haben das Ankoppeln des Anhängers einmal vor allen Teilnehmern vorgeführt und dabei erklärt, in welcher Reihenfolge man an- und abkoppelt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die meisten beim Thema Verbindungseinrichtung schon gut informiert waren, was darauf zurückzuführen ist, dass schon sehr viele Teilnehmer den CE Schein haben und man dies also schon sehr ausführlich in der Fahrschule hatte. Mit den Ergebnis vom Thema Lenkung waren wir auch überwiegend zufrieden, was den Wissensstand betraf.

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