Am 06.07.2026 berichtet die polnische Presse sehr ausführlich über den Shell Eco-Marathon. Interessanterweise verwendete der Artikel auf der polnischen Medienplattform elektromobilni.pl ein Gruppen-Foto vom Team NAOB für Ihre Berichterstattung. Den Artikel kann man hier in einer Chat GPT-Übersetzung lesen:

Auf der Rennstrecke Silesia Ring in Kamień Śląski wurde das europäische Finale des Shell Eco-marathon 2026 ausgetragen – einem der weltweit größten studentischen Wettbewerbe zur Energieeffizienz von Fahrzeugen. Insgesamt traten 133 Teams aus 28 Ländern Europas und Afrikas mit rund 1.500 Studierenden gegeneinander an. Polen wurde von acht Teams aus sechs Hochschulen vertreten. Das Ergebnis: ein neuer polnischer Rekord sowie eine Ehrenauszeichnung für Studierende aus Lublin.
Der Shell Eco-marathon entstand ursprünglich aus einer privaten Wette von Mitarbeitern des Shell-Konzerns darüber, welches Fahrzeug mit derselben Kraftstoffmenge die größte Strecke zurücklegen würde. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich daraus ein weltweites Bildungsprogramm, bei dem Studierende eigene Fahrzeuge entwerfen und bauen, die auf maximale Energieeffizienz optimiert sind. Der Wettbewerb in Kamień Śląski war bereits die 41. europäische Ausgabe.
Im Jahr 2026 wurde das Format erweitert: Die besten Teams der europäischen, amerikanischen und katarischen Wettbewerbe qualifizieren sich für die ersten Shell Eco-marathon-Weltmeisterschaften, die 2027 stattfinden sollen. Neben der klassischen Mileage Challenge, bei der die größte Reichweite im Mittelpunkt steht, gab es in diesem Jahr auch einen Wettbewerb für autonomes Fahren.
Zum zweiten Mal richtete Polen das europäische Finale aus. Frühere Austragungsorte waren unter anderem Großbritannien, die Niederlande und Frankreich. Die beiden weiteren Wettbewerbe der weltweiten Serie finden regelmäßig in den USA und Katar statt.
Austragungsort war der Silesia Ring, auf dem die Studierenden ihre Fahrzeuge fünf Tage lang auf einer abgesperrten Strecke testeten. Zuvor mussten alle Fahrzeuge eine strenge technische Abnahme bestehen. Doch das war nicht die einzige Herausforderung: Die Teams mussten außerdem Sponsoren gewinnen, um ihre Projekte finanzieren zu können. Neben technischem Know-how waren daher auch unternehmerische Fähigkeiten gefragt.
Der Wettbewerb gliedert sich in zwei Fahrzeugklassen:
Prototype: extrem leichte, stromlinienförmige Fahrzeuge, die ausschließlich auf minimale Masse und geringsten Luft- sowie Rollwiderstand ausgelegt sind. Komfort und Alltagstauglichkeit spielen dabei keine Rolle.
Urban Concept: Fahrzeuge, die in Form und Funktion eher an Stadtautos erinnern und zusätzliche Anforderungen erfüllen müssen, etwa hinsichtlich Beleuchtung oder Fahrerplatz.
In beiden Klassen wird in drei Antriebskategorien gewertet:
Verbrennungsmotor (mit herkömmlichem Kraftstoff oder Ethanol), Wasserstoff-Brennstoffzelle, batterieelektrischer Antrieb.
Das erfolgreichste polnische Ergebnis erzielte das Team Rotor von der Staatlichen Akademie für Angewandte Wissenschaften in Krosno. Sein Fahrzeug der Prototype-Klasse mit Ethanol-Verbrennungsmotor legte 1.692,56 Kilometer mit nur einem Liter Kraftstoff zurück. Das bedeutete Platz drei und zugleich einen neuen polnischen Rekord.
Bessere Ergebnisse erzielten lediglich die Teams der Université Toulouse III Paul Sabatier / INSA Toulouse (1.848 km/l) sowie der Universitat Miguel Hernández d'Elx (1.829 km/l).
Umgerechnet entspricht die Leistung des polnischen Fahrzeugs einem Verbrauch von lediglich 0,059 Litern auf 100 Kilometer, während das Siegerfahrzeug aus Toulouse bei rund 0,054 Litern pro 100 Kilometer lag.
Teamleiter Tomasz Kosztyła nannte als Schlüssel zum Erfolg das geringe Fahrzeuggewicht, den minimierten Rollwiderstand, die optimierte Karosseriegeometrie und einen perfekt abgestimmten Motor.
In derselben Kategorie trat außerdem das Team Iron Warriors der Technischen Universität Łódź an und belegte mit 674 km/l den 13. Platz.
In der Prototype-Klasse mit Wasserstoffantrieb verpassten die polnischen Teams nur knapp einen Podestplatz.
Das Team Project Hydrive der AGH-Universität für Wissenschaft und Technologie in Krakau belegte Platz fünf.
Direkt dahinter folgte Hydrogreen Team POLLUB von der Technischen Universität Lublin auf Rang sechs.
Die Studierenden aus Lublin, die sowohl in der Prototype- als auch in der Urban-Concept-Klasse Wasserstofffahrzeuge entwickelten, erhielten zusätzlich den Spirit of Shell Eco-marathon Award. Diese Ehrenauszeichnung wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst vergeben und würdigt außergewöhnliche Zusammenarbeit und Teamgeist – unabhängig vom sportlichen Ergebnis.
In der Urban-Concept-Klasse mit Elektroantrieb startete das Team SKAP der Technischen Universität Warschau. Es absolvierte vier der sechs Wertungsläufe, erhielt jedoch kein offiziell anerkanntes Ergebnis.
In der Urban-Concept-Klasse mit Verbrennungsmotor trat KN_HydroPlus von der Technischen Universität Breslau an. Das Team bestand jedoch die technische Abnahme nicht vollständig und konnte deshalb nicht am Wettbewerb teilnehmen.
Unter den acht polnischen Teams befanden sich außerdem besonders junge Teilnehmer: Das jüngste Mitglied der polnischen Delegation war erst 14 Jahre alt und stammt aus Legnica.
Ein Ergebnis von fast 1.700 Kilometern pro Liter Kraftstoff wirkt spektakulär. Es bedeutet jedoch keineswegs, dass in wenigen Jahren Familienautos mit einem Fingerhut Benzin zur Arbeit fahren werden.
Prototype-Fahrzeuge sind reine Forschungsfahrzeuge. Sie verzichten auf praktisch alle Bestandteile eines Serienfahrzeugs – etwa Airbags, Klimaanlage, Beifahrersitze oder gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitseinrichtungen. Ihr eigentlicher Wert liegt darin, die theoretischen Grenzen der Energieeffizienz aufzuzeigen, wenn nahezu alle praktischen Einschränkungen außer Kraft gesetzt werden.
Die auf der Rennstrecke in Kamień Śląski getesteten Lösungen – beispielsweise zur Verringerung des Rollwiderstands oder zur Optimierung der Aerodynamik – finden später häufig ihren Weg in praxisnahe technische Anwendungen.
Mindestens ebenso wichtig sind jedoch die Studierenden selbst. Dank ihres Engagements, ihrer Bereitschaft zu lernen, neue Lösungen zu entwickeln und sowohl technische als auch betriebswirtschaftliche Kompetenzen aufzubauen, können Projekte wie diese überhaupt entstehen. Für Unternehmen, die talentierte Nachwuchsingenieurinnen und -ingenieure suchen, sollten Veranstaltungen dieser Art von besonderem Interesse sein. Denn hier entstehen die Talente, die später Technologien für den Straßenverkehr entscheidend weiterentwickeln können.
Der Wettbewerb in Kamień Śląski diente gleichzeitig als Qualifikation für die ersten Shell Eco-marathon-Weltmeisterschaften, die 2027 stattfinden werden. Dort treffen die besten Teams aus Europa, Amerika und Katar aufeinander.
Für die polnischen Mannschaften bildet die diesjährige Ausgabe – mit dem Rekord des Teams Rotor aus Krosno und der Auszeichnung für das Hydrogreen Team POLLUB – eine solide Grundlage für weitere internationale Erfolge und zugleich einen Anreiz für kommende Generationen von Studierenden technischer Hochschulen, eigene innovative Fahrzeugkonzepte zu entwickeln.